Eine Montageart für PV-Anlagen ist die Befestigung auf dem Dach oder vor einer Fassade mittels einer Metallkonstruktion. Bei den additiven Aufdachlösungen werden die Module oberhalb der Dachhaut befestigt. Aufdachanlagen sind schnell und kostengünstig zu montieren.
Neben Schienen und Aufständerungsmodelle aus feuerverzinktem Stahl oder Aluminium gibt es auch Aufständerungswannen aus PVC, die für Flachdächer geeignet sind. Dabei ist nicht nur die Statik der Anlage zu beachten, sondern auch die Optik: Geschlossene Modulflächen wirken generell harmonischer als verstreute oder treppenförmige Anordnungen der PV-Module.

Bei dieser Montageart sind die PV-Module Teil der Gebäudehülle und Übernehmen neben der Funktion der Stromerzeugung Aufgaben wie Wetterschutz, Sonnenschutz oder Dämmung. Bei der Dachintegration beispielsweise ersetzten die Module die Dachziegel oder Dachplatten. Dachintegrierte PV-Anlagen sind ca. 1/3 teurer, rechnen sich aber, wenn sowieso eine Dacherneuerung ansteht.
Für fassadenintegrierte Anlagen finden die Richtlinien des Glasfassadenbaus Anwendung. Damit gelten für die Solarmodule in der Außenhaut des Gebäudes dieselben bauphysikalischen und statischen Anforderungen wie für herkömmliche Fassadenelemente. Immer mehr Architekten entdecken die Möglichkeiten der gebäudeintegrierten Photovoltaik.

Hier kommen große Modultypen zum Einsatz, wobei der Abstand zwischen der Unterkante des Moduls und der Erdoberfläche ca. 1 m betragen sollte, um Zirkulation zu gewährleisten und vor allem Verschattung durch Pflanzenwuchs zu erschweren. Eingesetzte Gestellmaterialien sind Holz oder Edelstahl.

Zu erwähnen sind auch dem Sonnenlauf nachgeführte Gestellsysteme. Hier unterscheidet man zwischen: